Die Menora
Neuinterpretation eines traditionellen Kultgegenstandes von Georg Soanca-Pollak.
Licht und Leuchter spielten schon immer eine große Rolle in der jüdischen Tradition. Zu allen Festen werden Lichter gezündet. Jede Woche werden am Schabbat zwei Kerzen angezündet, jedes Jahr zündet man acht Kerzen zu Chanukka an.
(english version below)
Nach der Idee des Künstlers wird die Menora als Universum-Model dargestellt, wo sich die Planeten (von Kerzen repräsentiert) um Gott (die zentrale Kerze) drehen. Wenn man beginnt, die Kerzenhalter auseinander- bzw. herumzuschieben, wird diese Gedankenverbindung noch erweitert, denn man wird an die Planetenumlaufbahn erinnert, und daran, wie die Himmelskörper sich der Sonne annähern bzw. sich wieder von ihr entfernen.
Andererseits kann man sich unter den äußeren Menora-Armen eine Umarmung vorstellen, wobei der Betrachter interessanterweise in den meisten Fällen den Leuchter so vor sich stellt, sodass die Umarmung vom Betrachter selbst ausgeht.
Ferner kann man die Menora, dreidimensional betrachtet, als Konzept des Wachstums in die Höhe wahrnehmen.
Diese Neuinterpretationen der Menora eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre eigene Form des Leuchters zu gestalten. Dazu können die einzelnen Elemente in ihrem Abstand zueinander verschoben und in ihrer Anzahl variiert werden. Dabei können Sie gerne alle Fragen loswerden, die Ihnen zu jüdischen Ritualen und Festlichkeiten sowie allgemein zur Art und Weise wie Juden früher und heute ihren Glauben leben einfallen.
(english version - translation by Jan-Bernd Meyer)
According to the artist’s concept, the menorah is presented as a model of the universe, in which the planets (represented by candles) revolve around God (the central candle). As the candle holders are gradually moved apart or rotated, this conceptual association is further developed, evoking the idea of planetary orbits and the manner in which celestial bodies approach the sun and then recede from it once more.
At the same time, the outer arms of the menorah may be interpreted as an embrace. Interestingly, in most cases the observer positions the candelabrum in such a way that the embrace appears to originate from the observer themself.
Furthermore, when perceived three-dimensionally, the menorah can be understood as a concept of upward growth.
These reinterpretations of the menorah offer visitors the opportunity to design their own individual version of the candelabrum. The individual elements may be adjusted in terms of their distance from one another, and their number may be varied. Visitors are also warmly invited to ask any questions that may arise concerning Jewish rituals and festivals, as well as the ways in which Jews have practised—and continue to practise—their faith, both in the past and today.





