Nürnbergs koschere Lebkuchen
Autorin: Diana Liberova
(English version below)
Schon im Gründungsjahr des Städtepartnerschaftsvereins Nürnberg–Hadera e.V. entstand die Idee, einen koscheren Nürnberger Lebkuchen zu entwickeln - mit dem Ziel, ihn eines Tages auf dem Wintermarkt in Hadera den Menschen in Israel zu präsentieren. Corona und der Krieg verzögerten die Umsetzung, doch engagierte Menschen hielten an der Vision fest.
Nun wird die Idee Wirklichkeit: Der traditionsreiche Lebkuchenhersteller Lebkuchen Schmidt hat die Produktion übernommen, die Israelitische Kultusgemeinde unterstützte das Vorhaben. Die Rabbiner der IKGN Rav Langnas und Rav Großberg übernahmen die Koscher-Zertifizierung. Den Vertrieb übernimmt der neue jüdische Laden „Brauch“, der im Sommer von Kaufmann Vitali Liberov in der Nürnberger Altstadt eröffnet wurde. Damit wird jüdische Kultur mit Nürnberger Geschichte noch enger verbunden.
Insgesamt 1000 Dosen wurden hergestellt und können noch bis Ende der Saison erworben werden.
Die Tradition des Lebkuchens ist eng mit Nürnberg verwurzelt. Und es gab bereits einen Versuch von einer jüdischen Familie, die aus Nürnberg vor den Nazis nach New York fliehen musste, dort den Nürnberger Lebkuchen zu produzieren.
Doch heute wollen wir die Geschichte der Juden und Nürnbergs noch enger verbinden.
Auf der zu dem Anlass hergestellten Dose sieht man in Anlehnung an das bekannte Bild aus dem Jahr 1755, eine Synagoge, die auf dem Hauptmarkt anstelle der Frauenkirche steht. Die erste Synagoge stand auf dem heutigen Hauptmarkt 1296- 1349. Danach wurde sie bei einem Pogrom zerstört.
Auch Juden in der Kleidung des 18. Jahrhunderts spazieren auf dem Platz. Alles eine Vorstellung, was wäre, wenn die Juden nicht immer wieder vertrieben worden wären.
Der feine koschere Elisen-Lebkuchen ist in Nürnberg zu kaufen in dem jüdischen Laden Brauch in der Spitalgasse 10, während des Christkindlesmarktes und des Markts der Partnerstädte am Hadera-Stand und solange der Vorrat reicht auch online unter www.brauch.shop
Und hoffentlich schafft es der Lebkuchen bald auch nach Hadera.
(english version - translation by Jan-Bernd Meyer)
In the founding year of the Nuremberg–Hadera city partnership association, the idea emerged to create a kosher Nuremberg Lebkuchen — with the goal of one day presenting it to people in Israel at the winter market in Hadera. The pandemic and the war delayed the project, but dedicated individuals kept the vision alive.
Now the idea is becoming reality: The traditional gingerbread producer Lebkuchen Schmidt has taken on the production, and the Jewish Community of Nuremberg supported the undertaking. The rabbis of the IKGN, Rav Langnas and Rav Großberg, carried out the kosher certification. Sales are handled by the new Jewish store Brauch, which was opened this summer by merchant Vitali Liberov in Nuremberg’s Old Town. In this way, Jewish culture becomes even more closely connected with Nuremberg’s history.
A total of 1,000 tins were produced and can be purchased until the end of the season.
The tradition of Lebkuchen is deeply rooted in Nuremberg. And there was even an earlier attempt by a Jewish family who had to flee Nuremberg to New York to escape the Nazis — they tried to produce Nuremberg Lebkuchen there.
But today, we want to link the history of Jews and Nuremberg even more closely.
On the special-edition tin created for the occasion, you can see — inspired by the well-known image from 1755 — a synagogue standing on the main market square in place of the Church of Our Lady. The first synagogue stood on today’s main market square from 1296 to 1349, before it was destroyed in a pogrom.
You can also see Jews dressed in 18th-century clothing strolling across the square. It is an imagined scene — what might have been, had Jews not been repeatedly expelled.
The fine kosher Elisen-Lebkuchen can be purchased in Nuremberg at the Jewish store Brauch on Spitalgasse 10, at the Christkindlesmarkt and the Market of Partner Cities at the Hadera booth.
And hopefully the Lebkuchen will soon make its way to Hadera.





